Ich möchte es nicht versäumen, mich noch vorzustellen
Mein Name ist Angela Litwin, Jahrgang 1969 und wurde schon früh in den Bann des Wesens Pferd gezogen. Mit dem Reiten begonnen habe ich 1975, in einem Düsseldorfer Dressur- und Springstall. Dort wurden die Grundsteine für eine solide klassische Reitausbildung, mit Schwerpunkt Dressur- und Vielseitigkeit gelegt.
Reiterliche Laufbahn
So habe ich in meiner reiterlichen Laufbahn, durch verschiedene Reitlehrer die unterschiedlichsten Stile der klassischen Reitweise kennen gelernt. Nach erfolgreichen Jahren in der klassischen Reitweise, habe ich mich dann letztendlich der Freizeitreiterei, insbesondere dem Geländereiten, verbunden gefühlt. Doch hier wurde mir schnell klar, dass man ohne fachlich kompetente Anleitung, nicht zum Wohle des Pferdes handelt.
Erster Kontakt zur Westernreit-Szene
1990 ergab sich der erste Kontakt zur Westernreitszene in NRW. Ein glücklicher Zufall, wie ich es heute beurteilen kann. Ich traf auf einen „Freizeit-Western-Reiter“, der von mir zunächst belächelt, dann bestaunt und im Anschluss ausgefragt wurde. Getroffen habe ich ihn auf einem meiner zahlreicher Geländeritte, pausierend mit seinem Pferd. Das Bild was sich mir bot, war folgendes: Der „Cowboy“ saß auf einem Baumstamm, sein Pferd stand in entspannter Ruhehaltung neben ihm, den Zügel auf dem Boden liegend, obwohl ein Trupp nicht kontrollierter „Sonntagsreiter“ den angrenzenden Reitweg zur Galopp-Rennstrecke nutzte.
Umstellung auf Westernreiten
Dieses Bild, des dort in Ruhe verweilenden, durchaus nicht desinteressierten Pferdes an der Seite seines Reiters, war für mich so ein prägnanter Eindruck, dass ich das Gespräch mit ihm suchte. Somit war für mich der erste Schritt in die Western Reitweise erfolgt. Von da an, fing ich unermüdlich an, mich mit dem Gebiet des Westernreitens auseinander zu setzen. Zunächst erfolgte bei mir der Umstieg vom klassischen Stil, über die Nuance des Freizeitreitens im Westernstyle und 1992 der komplette Umstieg ins Westernreiten. Seit 1997 habe ich verschiedenen Disziplinen (Western Horsemanship, Trail, Western Pleasure), mit diversen Trainern gearbeitet. Die dort erfolgreich erworbenen Kenntnisse meinem zweiten Steckenpferd, dem Wanderreiten sowie auch dem Geländereiten, zu gute kommen lassen.
Eckdaten meiner Ausbildung
So ist im Laufe der Jahre, ein Fundament an Fachkenntnis und messbaren Können, in Form des EWU Bronzenen Westernreitabzeichen (2001), das Deutsche Longierabzeichen Klasse IV der FN (2007), des EWU Trainerassistenten (2007) sowie einiger kleiner Turnier-Platzierungen, daraus entstanden. So entschied ich mich auch im Frühjahr den EWU Western C zu machen, den ich leider nur bis zur theoretischen Prüfung ablegen konnte, da ich dann im September 2007 einen schweren Reitunfall hatte, welcher zu einer Querschnittslähmung führte. Dennoch möchte ich allen, die maßgeblich an meiner Westernreitausbildung beteiligt waren danken. Ebenso bei allen anderen Fachkapazitäten, deren Seminare/Kurse/Trainings ich besuchen durfte. Ich habe vieles daraus für meine Trainingsarbeit ableiten können und habe viel Freude, dieses Wissen anderen zu vermitteln.
Danke!
Ebenso schätze ich den Austausch unter meinen Reitkollegen und Freunden, denn diese Gruppe Pferdemenschen ist es letztendlich, die über das meiste Fachwissen in Sachen, Freizeit- und Geländereiten verfügt! Wo man immer sicher sein kann, einen Rat oder Tipp zur Verbesserung eines konkreten Problems zu erhalten und über manches reiterliche Problem hinaus. Also einen großen Dank an alle!
Mein Unfall
Wie zuvor erwähnt, erlitt ich im September 2007 einen schweren Reitunfall, mit der Konsequenz einer Querschnittslähmung. Was mich zu nächst sehr schockte und mich nicht mehr an den Partner Pferd denken ließ. Doch nach und nach habe ich meine Aktivitäten aus dem Rollstuhl wieder aufgenommen, ebenso gebe ich wieder Unterricht. Da ich die volle Unterstützung durch meinen Mann erhalte, der auch mein Co.-Trainer ist, haben wir gemeinsam nach einer Lösung gesucht, die uns auch zusammen mit unseren Partnern Paul und Cody, eine neue Faszination des Pferdesports erleben lässt. Somit haben wir im Sommer 2009 unser „kleines“ Fahrabzeichen gemacht. Da Cody aufgrund seiner Spaterkrankung keine Kutsche mehr ziehen darf, haben wir uns weitere Verstärkung in Form von Lilly zugelegt.
Umstellung auf den Freizeit-Fahrsport
Paul und Lilly werden zu Fahrpferden ausgebildet. Hier möchte ich herzlich bei Cornelia Quinkler bedanken, die uns und unsere Pferde bestens trainiert. Lilly, mit ihren damaligen 7 Jahren noch roh, wird vor Ort durch einem Western Trainer in Zusammenarbeit mit Bea Bastin grundausgebildet.
Etologie, Tierpsychologie und Tiertrainerin
Leider musste ich aufgrund meines Unfalls viel Zeit in Krankenhäusern verbringen und wollte aber dort diese nicht „sinnlos“ an mir vorüber ziehen lassen. Somit betrieb Recherche, was mir noch für Möglichkeiten offen stehen, mit Tieren insbesondere Pferden und Hunden zu arbeiten. Da ich seit Kindheit an, mit Hunden und Pferden aufgewachsen bin, interesse ich mich für deren Etologie und auch für die Tierpsychologie. Somit hat sich mein Wunsch des Studiums der Etologie und Tierpsychologie manifestiert. Ziel ist im nächsten Jahr (2011) mit diesem Studium zu beginnen und meiner Aubildung einen weiteren Pfeiler hinzu zu fügen.
Ich denke, jeder Tierbesitzer, der sich mit der Entwicklung des Tieres, dem Tiertraining und auch der eigenen Ausbildung auseinander setzt, wird zum selben Schluss kommen, wie ich. Um seine Kenntnisse zu vertiefen, neue Sichtwinkel zu erlangen und viele neue Sachverhalte zu lernen, eignet sich ein solches Studium. Diese Art der Studienform wird leider noch nicht durch einen staatlichen anerkannten Abschluss beglaubigt. Zu diesen Sachverhalten kann ich Ihnen die folgenden Einträge in der Wissensdatenbank Wikipedia empfehlen http://de.wikipedia.org/wiki/Ethologie und http://de.wikipedia.org/wiki/Tierpsychologie.
Wie mein Studium verläuft, was ich dabei erlebe, werde ich weiterhin auf meiner Homepage dokumentieren.
Aufgrund meiner Behinderung, kann ich nur noch auf befestigten Plätzen und in Rollstuhl geeigneten Hallen unterrichten. Ich bitte dies, bei Ihrer Anfrage zu berücksichtigen.
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